Verein Aktives Hochdorf

VAH / Grüne Hochdorf

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Der VAH in Afrika

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An seiner (schätzungsweise) 30. Generalversammlung begab sich der Verein Aktives Hochdorf am Freitag (23. März) erstmals ins Ausland. Genauer: Ins Quartier Basel-Bernstrasse in Luzern, wo Menschen aus rund 70 Nationen leben. An eine Quartierführung mit Thomas Glatthard vom Verein Babelquartier schloss sich die ordentliche Versammlung an, die in einem afrikanischen Geschäft stattfand, das einerseits eine Vielfalt von Toilettenartikeln verkauft undanderseits bei Bedarf Gästegruppen in einer engen, aber gemütlichen Ecke mit afrikanischen Köstlichkeiten bewirtet – von Maniok-Gemüse bis zu diesen klebrig-süssen Dessert-Teigkugeln. Ein ständig stumm mitlaufende Fernseher ist in dem Angebot inbegriffen…

Die Traktanden warfen dieses Jahr keine Wellen. Der VAH blickt auf ein abwechslungsreiches Jahr zurück, in dem er sich vielfältig eingesetzt hat: In politischen Kommissionen und Gemeinde-Arbeitsgruppen für das Dorfleben, finanziell mit der Unterstützung der Grünen Luzern im kantonalen Wahljahr 2011, mit der Velobörse (wie immer). Hinzu kommt das Engagement etlicher Mitglieder für das kulturelle Leben über den Verein «Kultur i de Braui».

Aus dem Vorstand kündigten die Co-Präsidentinnen Monika Moor und Barbara Schurtenberger, Kassierin Silvia Frey und Aktuarin Christine Romei auf die Generalversammlung 2013 hin ihren Rücktritt an.

Leserbrief verlangt Auskunft über Sparmassnahmen

Zu diskutieren gab die aktuelle Sparpolitik der Gemeinde. Im November haben die Hochdorfer Stimmberechtigen die Erhöhung des Steuerfusses an der Urne  um eine zwanzigstel Einheit auf 1.95 Einheiten abgelehnt und im März den bisherigen Steuerfuss von 1.90 Einheiten bestätigt. Dies führt zu einem Einnahmenausfall von rund 550’000 Franken,den der Gemeinderat nun durch Sparmassnahmen ausgleichen will (muss). Wo gespart werden soll, ist unklar; es gibt lediglich (beunruhigende) Gerüchte. Die Generalversammlung beschloss deshalb, den unten stehenden Leserbrief im nächsten «Seetaler Bote» zu veröffentlichen und darin den Gemeinderat um Auskunft zu bitten. Der Leserbrief wird mit dem gleichen Mail auch allen Mitgliedern des Gemeinderats zugestellt.

Im Wortlaut:

Wo will der Gemeinderat Hochdorf sparen?

Am 27.  November lehnten es die Stimmenden von Hochdorf an der Urne ab, den Steuerfuss von 1.90 auf 1.95 Einheiten zu erhöhen. Am 11. März, bei der zweiten Abstimmung über den Steuerfuss, bekräftigten sie diesen Entscheid. Damit fehlen in der Gemeinderechnung im laufenden Jahr rund 550’000 Franken. Dies ziehe unweigerlich Sparmassnahmen nach sich, es werde Kürzungen geben, die schmerzten, liess der Gemeinderat schon nach der November-Abstimmung verlauten.

Wie und wo er den Fehlbetrag ausgleichen will, ist bis heute allerdings offen. Dagegen kursieren bereits Gerüchte, die verunsichern: Die Musikschule müsse ihr Programm straffen, die Gemeinde bezahle keine Lagerbeiträge mehr, die öffentliche 1. August-Feier werde gestrichen. Solches Gerede schadet der Gemeindekultur. Grundlage für eine gute Zusammenarbeit von Behörden mit den Bürgerinnen und Bürgern ist dagegen Transparenz. Der Verein Aktives Hochdorf (VAH) fordert den Gemeinderat deshalb auf, lückenlos aufzuzeigen, wo er die fehlenden Mittel einsparen will.

Solche Transparenz  liegt einerseits im Interesse des Gemeinderats selbst, da dieser ja die Steuererhöhung beantragt hatte und nun mit sachlicher Information den Bürgerinnen und Bürger aufzeigen kann, welche Folgen das Nein an der Urne hat.  Anderseits sollen die Bürgerinnen und Bürger, welche die Steuerhöhung abgelehnt haben, wissen, was die nun fehlenden Einnahmen aus dem gestrichenen Steuer-Zwanzigstel auslösen.

Konkret  wird der Gemeinderat leider auch im aktuellen «Hochdorf Mail» nicht. «Nun müssen die Prioritäten neu gesetzt werden», heisst es im Editorial lediglich. Der VAH nimmt den Gemeinderat beim Wort, wenn weiter unten zu lesen ist: «Bei all diesem Hinterfragen und Sparen soll unsere Gemeinde attraktiv bleiben und Lebensqualität bieten.»

Verein Aktives Hochdorf (VAH)
Dominik Thali

Die Bildergalerie zur Generalversammlung ist hier zu finden.

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